Gesunder Schlaf

Der Schlaf dient der Regeneration des Körpers und des Geistes. Er hilft Erlebtes zu bewerten, einzuordnen und zu verarbeiten.

Der Schlaf ist dabei geprägt von unterschiedlichen und sich abwechselnden und wiederholenden Schlafphasen. In der ersten Schlafphase sind wir relativ empfindlich gegen nicht konstante Geräusche. Monotone Geräusche werden dagegen oft als angenehm und förderlich für das Einschlafen empfunden. 

Hören wir in der ersten Schlafphase das Schnarchen des Partners, werden wir nur schwer einschlafen und die zweite, für die Regeneration so wichtige Schlafphase nicht erreichen können. Eine Folge davon ist, dass sich unser Körper nicht ausreichend regenerieren kann. Der Schnarchende selbst merkt in der Regel nichts von seinem Schnarchen. Er hat also zunächst auch kein Problem. Vielmehr ist es der Partner, der durch den wechselnden Geräuschpegel erheblich beeinträchtigt wird. Entweder schon beim Versuch einzuschlafen oder später, wenn er durch das Schnarchen aufwacht und dadurch die Schlafphasen unterbrochen werden.

Die erste Tiefschlafphase, die erst nach etwa eineinhalb Stunden ungestörten Schlafens erreicht wird, gilt für die regenerativen Prozesse unseres Körpers als besonders wichtig. Erst in der Tiefschlafphase kann sich der Körper wirkungsvoll erholen und neue Kraft tanken. 

Neben den gesundheitlichen Langzeitfolgen (siehe „Folgen des Schnarchens“) wirken sich die Schlafunterbrechungen unmittelbar auf unsere Leistungsfähigkeit aus. Das ist sowohl im Alltag, im Arbeitsleben als auch im Sport von Bedeutung. Profisportler beispielsweise wissen einen ungestörten Schlaf als eine wesentliche Voraussetzung für Leistungsfähigkeit und Erfolg zu schätzen. 

Achten Sie also unbedingt auf ausreichend und ungestörten Schlaf! 

"Besonders aber gebe man dem Gehirn das zu seiner Reflexion nötige, volle Maß des Schlafens; denn der Schlaf ist für den ganzen Menschen, was das Aufziehen für die Uhr."

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), Philosoph

Schnarchen

Schnarchen entsteht beim Atmen im Schlaf durch die Vibration von Weichteilen im oberen Atemweg. Teile des Gaumens, das Zurückfallen der Zunge oder eine Kombination aus beidem, sind die häufigsten Auslöser für eine Verengung des Luftweges.

Durch die Verengung des Luftweges erhöht sich die Fließgeschwindigkeit der Atemluft, was die Vibration des Gewebes, des weichen Gaumens sowie des erschlafften Zungengrundes, begünstigt.

Das Schnarchen ist die hörbare Vibration des erschlafften, weichen Gewebes im Luftstrom, ähnlich einem flatternden Segel im Wind.

Es wurde eine Vielzahl von Faktoren beschrieben, die das Schnarchen begünstigen. Die häufigsten Ursachen sind jedoch Übergewicht und der Konsum von Alkohol. Auch das Rauchen oder die Einnahme von muskelentspannenden Medikamenten können an der Entstehung des Schnarchens beteiligt sein. 

Schnarchen tritt im Übrigen über alle Altersgruppen bei Männern und Frauen auf.

Am häufigsten jedoch ab dem mittleren Lebensalter, bei Männern mit einem Anteil von etwa 60% und bei Frauen immerhin mit einem Anteil zwischen 20 – 40%.

Sogar bis zu 20% der Jugendlichen sind vom Schnarchen betroffen. Zeit zu handeln!

„Ich Pflaster gar nicht, aber Papa.“

Niklas Ritter (6)

Folgen des Schnarchens

Die gesundheitlichen Folgen des Schnarchens wiegen schwer und sind allgemein wenig bekannt. Regelmäßiges Schnarchen geht oft mit dem Aussetzen der Atmung einher (Apnoe). Dabei kann der Betroffene durch das Erschlaffen des Gaumengewebes in der Tiefschlafphase nicht mehr regelmäßig atmen. 

Durch den stetig steigenden Sauerstoffmangel im Blut nimmt der Gefäßdruck in den Blutgefäßen, der Lunge und im Gehirn zu, was das Herz erheblich belastet. 

Mit der Zeit stellen sich Langzeitfolgen wie 

  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • signifikant erhöhtes Schlaganfallrisiko (Apoplex)
  • signifikant erhöhtes Herzinfarktrisiko (Myokardinfarkt)
  • zu hoher Cholesterinspiegel im Blut (Hypercholesterinämie) sowie
  • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
    ein.